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Warnung für Urlauber: Kanustrecke zwischen Carwitzer See und Dreetzsee gesperrt

Die Kanustrecke zwischen dem Carwitzer See und dem Dreetzsee, der sogenannte „Hals“, ist derzeit gesperrt. Darauf weist der Naturpark Feldberger Seenlandschaft ausdrücklich hin. Eine Befahrung ist schon seit längerer Zeit nicht mehr möglich, da der Bereich vollständig trockengefallen ist. Auch das Ziehen von Booten durch das flache Gewässer ist ausgeschlossen, weil dort kaum noch Wasser vorhanden ist.

Besucherinnen und Besucher werden dringend gebeten, die aufgestellten Warnschilder zu beachten und den gesperrten Bereich nicht zu betreten.

Gefahr durch tiefen Schlamm

Der trockengefallene Bereich birgt erhebliche Risiken. Unter der scheinbar festen Oberfläche befinden sich teilweise mächtige Schlammschichten, die keinen Halt bieten. Wer den Bereich betritt, kann im Schlamm einsinken und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Ein Rettungseinsatz hat bereits gezeigt, wie gefährlich die Situation ist: Eine Person war bis zur Hüfte im Schlamm eingesunken und konnte nur mit erheblichem Aufwand geborgen werden. An einigen Stellen besteht sogar Lebensgefahr.

Insbesondere Eltern sollten Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen und darauf achten, dass Absperrungen und Warnhinweise eingehalten werden.

Warum ist der „Hals“ trocken?

Die Ursache liegt vor allem in der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Monate. Fehlende Niederschläge, intensive Sonneneinstrahlung und Wind haben zu einer außergewöhnlich hohen Verdunstung geführt. Gleichzeitig sinken die Wasserstände vieler Seen in der Feldberger Seenlandschaft seit Jahren kontinuierlich.

Besonders betroffen ist der Carwitzer See, der bereits im vergangenen Jahr den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Messungen erreicht hat. Während früher das Frühjahr von hohen Wasserständen geprägt war, fehlen heute teilweise bis zu 90 Zentimeter Wasser.

 

Früher Vegetationsbeginn verstärkt die Entwicklung

Hinzu kommt, dass die Vegetationsperiode inzwischen deutlich früher beginnt. Die Grundwasserneubildung erfolgt vor allem in den Wintermonaten. Wenn Pflanzen bereits mehrere Wochen früher wachsen, bleibt weniger Zeit, in der Niederschläge zur Auffüllung der Grundwasservorräte beitragen können.

Auch die geografische Lage der Feldberger Seenlandschaft spielt eine wichtige Rolle: Die Region liegt vergleichsweise hoch, oberirdische Zuflüsse fehlen weitgehend. Neues Wasser gelangt hauptsächlich durch Niederschläge in die Seen, während gleichzeitig Wasser verdunstet und über das Grundwasser abfließt.

Dreetzsee besonders betroffen

Im Bereich des Dreetzsees zeigen sich die Auswirkungen besonders deutlich. Da der Dreetzsee höher liegt als die nachfolgenden Gewässer, fließt Wasser über die sandigen Bodenschichten unterirdisch ab. Gleichzeitig kann aus dem Carwitzer See kein Wasser mehr nachströmen, weil der „Hals“ inzwischen trockengefallen ist.

Auswirkungen auf Natur und Tierwelt

Das Verschwinden des Wassers hat auch erhebliche Folgen für die Natur. Unterwasserpflanzen sterben in den trockengefallenen Bereichen ab. Muscheln und andere Wasserlebewesen können dem sinkenden Wasserstand oft nicht schnell genug folgen und verenden im Schlamm. Kleinere Buchten drohen vollständig auszutrocknen.

Der Naturpark Feldberger Seenlandschaft bittet daher alle Gäste und Einheimischen um besondere Vorsicht. Bitte beachten Sie die Sperrungen und Warnhinweise und betreten Sie trockengefallene Ufer- und Gewässerbereiche nicht. So schützen Sie sich selbst und tragen gleichzeitig zum Schutz der empfindlichen Natur bei.

 

Kontakt

Naturpark Feldberger Seenlandschaft (FSL)
OT Feldberg
Strelitzer Straße 42
17258 Feldberger Seenlandschaft
Telefon: 0385/588 64 820
Email: poststelle-fsl(at) lung.mv-regierung.de
http://www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de